Blatter-Haus
Das sogenannte “Blatter-Haus“ verdank sein heutiges Aussehen einer Umgestaltung und Erweiterung eines älteren Baues in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Das alte Gebäude war vermutlich identisch
mit jenem Haus der Familie des Bischofs Adrian von Riedmatten (1529-1548), welches 1514 erwähnt wird. Anlässlich der letzten Renovation fand man Mauerteile die ins 14./15. Jahrhundert
zurückreichen.
Der Name “Blatter-Haus“ stammt vom Bannerherrn und Staatskanzler Joseph Ignatz Blatter (1695-1760), dem Initiator des Neubaus 1750/1760. Sein Vater, Notar Arnold Blatter (1653-1737) aus Zermatt,
hatte 1681 das Burgerrecht von Visp erworben und regierte 1731-1737 als Landeshauptmann von Wallis. Zwei Mitglieder der Visper Familie Blatter sassen auf dem Bischofsstuhl von Sitten: Johann
Joseph Blatter (1684-1752) der 1734-1752 Fürstbischof von Sitten war, sowie Joseph Anton Blatter (1745-1807) der 1790-1807 als Bischof von Sitten amtete.
Auf einer giltsteinernen Platte über dem Eingang zum Treppenhaus endeckt man nebst dem Wappen der Familie Blatter die Initialen “IBB&C“, die wie folgt zu deuten sind: Ignatz Blatter
Bannerherr und Staatskanzler



