Das Haus des Pfarrers Peter Kaufmann neben der St. Martinskirche

Das als „altes Pfarrhaus“ bekannte Gebäude schliesst mit dem gegenüberstehenden Mengishaus den Martiniplatz gegen das Hofij ab. Es wurde im 16. Jh. vom Visper Pfarrer Kaufmann als Privathaus erbaut.

Pfarrer Peter Kaufmann stammte ursprünglich von Törbel, war 1534-1539 Vikar in Visp und anschliessend Pfarrer bis 1574. Seine religiöse Gesinnung war nicht über jeden Zweifel erhaben und er galt als Anhänger und Förderer der Reformation. Er soll beim Visper Volk nicht besonders beliebt gewesen sein. Trotzdem wurde Pfarrer Kaufmann im Jahr 1562 als Burger von Visp aufgenommen.

Bereits im Jahr 1551 hatte sich Pfarrer Peter Kaufmann südlich der St. Martinskirche ein kleines, einstöckiges Holzhaus erbaut und die Binnen in der Stube mit lateinischen Insschriften und seinem Wappen verziert. Fünf Jahre nach seiner Einburgerung erweiterte er sein Haus noch um ein weiteres Stockwerk aus Holz und baute auf der Nordseite einen steinernen Anbau, der das Stiegenhaus sowie Scheune und Stall beherbergte. Das Haus wurde 1990 renoviert.

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