Rytikapelle
Gemäss den archäologischen Untersuchungen bei der Renovation der Kapelle im Jahr 1976, konnten zwei frühere Bauetappen festgestellt werden: Eine kleine Kapelle aus dem 13./14. Jahrhundert, sowie
eine Erweiterung dieser im 15./16. Jh.
Schon bald nach dem Bau der ersten Kapelle wurde sie zu einem bedeutendem Wallfahrtsort, so dass man sich im 17. Jh. zum einem Neubau entschloss. Die heutige Kapelle stammt aus den Jahren
1645-1662. Die genauen Baujahre sind nicht bekannt, da schriftliche Unterlagen aus dieser Zeit fehlen. Bei der Renovation fand man in der Pflästerung der zweiten Kapelle eine Münze aus dem Jahr
1645, was heisst, dass frühestens mit diesem Zeitpunkt gerechnet werden kann. Als Bauherrn darf Mathias Bellwalder genannt werden, der von 1648 bis zu seinem Tod 1662 Pfarrer von Visp war. Er
soll eine beträchtliche Summe aus seinem Privatvermögen für den Kapellenbau gestiftet haben. Sein Wappen ist deshalb auch über dem Eingangsportal zu sehen.
Das westlich neben der Kapelle stehende Haus der Kapellenvögte erbaute der Tiroler Zimmermann Januarius Schlingler 1662 als typisches Walliser Holzhaus. 1673 wurde der Holzteil zum Schutz vor
Feuer mit einem Mauermantel umgeben.



