Suonenwanderungen

Die Suonen entstammten dem Willen unserer Bauern, sich vor den Folgen der Trockenheit zu schützen. Man musste also das Wasser an Bach- und Flussläufen fassen und es künstlich in bedachtsamer Neigung über die Bergflanken an die Hänge führen. Der Grossteil dieser Suonen ist noch erhalten. Sie werden Gelegenheit haben, diese Bewässerungsanlagen zu bestaunen und ihrem Lauf entlang zu wandern, ganz verschiedenartige Siedlungen zu durchschreiten, immer wieder überraschende Ausblicke auf Täger, Dörfer, Weiler und Berge zu geniessen sowie ab und zu eine kleine Gemützserregung zu erleben, wenn die Suone plötzlich an einem Felsvorsprung vorbei oder in eine wilde und tiefe Schlucht führt. Dies ist der Grund, warum diese, vom Motorenlärm noch verschonten Pfade, unvergessliche Wanderungen und die Entdeckung des Wallis aus seiner malerischten Sicht ermöglichen.

Wichtig!! Die "Visperi" ist auf unbekannte Zeit, auf Grund des Waldbrandes in Visp, gesperrt!

Spektakuläre Suonenwanderung vor der Visper Haustür

Kaum zu glauben, aber in einer Viertelstunde vom Neat-Bahnhof wandern Sie auf einer der spektakulärsten Wasserfuhren des Wallis. Denn auch Visp verfügt noch über alte Wasserkanäle, die wieder zu touristischer Beliebtheit gelangen.

Die «Visperi», wie die beeindruckende, teilweise aus nahezu vertikalen Felswänden südöstlich von Visp gehauene Wasserleitung heisst, bring das Wasser aus dem Nanztal, das den Terbiner Berg vom Simplon trennt. Auf ihrem Weg durchquert sie die Eyholzer Wälder, steile Felspassagen, Visper Fluren und endet hinter dem Rathaus von Visp in den Baumgärten, wo noch heute eine Wiese mit diesem Gletscherwasser bewässert wird. Die ersten Dokumente bezeugen eine Ausbesserung der «Suone» im Jahre 1521.

Die Wasserleitung findet man nach der Ortstafel an der Strasse nach Visperterminen, ob den Bienenhäuschen. Der Weg führt entlang der «Suone», wie die Wasserleitungen im Oberwallis genannt werden, ostwärts durch saftige Wiesen in den Kastanienwald. Nach wenigen Minuten trifft der Wanderer auf den wieder instand gestellten «Schlegel». Der Wasserhammer, getrieben durch ein Wasserrad, meldete früher den Vispern Tag und Nacht eintönig den Fluss des Wassers. Ertönte kein Klopfzeichen mehr, musste sich der Wasservogt beeilen, die lecke Stelle zu suchen, um grössere Murgang- und Wasserschäden zu verhindern.

Bald beginnt das Gelände felsiger zu werden. Ein Handlauf und Stahlseile geben dem Wanderer die nötige Sicherheit in den steilsten Passagen, die ein wenig Schwindelfreiheit voraussetzen, denn die spektakulärsten Abschnitte mussten in senkrechten Fels gehauen werden. Doch schon eine Viertelstunde später gelangt man wieder in freies Weisengelände ob Eyholz. Der Postautobus führt den Wanderer in wenigen Minuten wieder nach Visp an den NEAT-Bahnhof zurück.

Die Wanderung dauert etwa anderthalb Stunden vom Bahnhof Visp bis Eyholz (Situationsplan).

Die Wanderung wird für Gruppen auch geführt angeboten. Ein kleiner Apéro unterwegs sowie viele unterhaltsame Geschichten und Informationen sind bei der doppelt so lange dauernden Führung inbegriffen. CHF 220.– für die Führung mit Apéro.

Weitere Suonenwanderungen (entlang der "Heiligen Wasser") ins Baltschieder-, Bietsch- oder Jolital, inmitten des UNESO-Weltnaturerbegebietes "Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn".

Suonenwanderweg Gsponeri - Finileri, 4 Stunden

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